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Jahreshauptversammlung am 9.1.2015

Zur Jahreshauptversammlung konnte Wehrführer Wolfgang Hartz 12 der 16 aktiven Mitglieder, ein externes Mitglied der Einsatzabteilung, alle fünf Mitglieder der Ehren- und der Jugendabteilung, den Bürgermeister und die meisten Gemeindevertreter, den Amtswehrführer Gerhard Manzke sowie Gäste der Feuerwehren Plön, Wahlstorf und Rathjensdorf und zahlreiche Fördermitglieder  im Dörps- und Sprüttenhus begrüßen. Im Jahresrückblick stand das 2014 neu in Dienst gestellte TSF-W im Mittelpunkt. Gemeindevertreter Arndt Jungmann steuerte zahlreiche Fotos vom Tag der Einweihung zu diesem Tagesordnungspunkt bei. Bürgermeister Gerold Fahrenkrog äußerte sich zufrieden, dass die Anschaffung 2014 geschafft wurde, weil die finanzielle Ausstattung der Gemeinde seitdem immer schlechter werde.

Norman Peters wurde als Gerätewart wiedergewählt und zum Löschmeister befördert, Dirk Schmücker wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert und gemeinsam mit Lars Wilker für das Erreichen des Deutschen Feuerwehr Fitness Abzeichens geehrt. Als Kassenprüfer wurden Katharina van Deest und Lars Wilker gewählt, der Festausschuss besteht unverändert aus Florian Schmoll, Sarah Schwarz und Sebastian Keller.

Stellvertretender Gemeindewehrführer ernannt

In ihrer Sitzung am 6. Mai 2014 hat die Gemeindevertretung Wittmoldt den am 10. Januar 2014 gewählten stellvertretenden Gemeindewehrführer Stefan Köbis in des Beamtenverhältnis als Ehrenbeamter auf Zeit berufen. Gleichzeitig wurde Kirstin Thomsen mit Ablauf des 5. Mai 2014 auf eigenen Wunsch aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen.

Kirstin Thomsen hatte die Funktion der stellvertretenden Gemeindewehrführerin seit Januar 2001 inne. Sie war die erste weibliche stellvertretende Gemeindewehrführung im Kreis Plön und wurde im März 2013 mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehrehrenkreuz in Bronze geehrt.

Außerdem gab der Bürgermeister bekannt, dass unser jetziges Feuerwehrfahrzeug (TSF auf Basis VW LT 31, Baujahr 1979) für EUR 3.500 nach Düsseldorf verkauft wurde. Die Übergabe erfolgt, wenn das neue Fahrzeug zur Verfügung steht, was laut Aufbauhersteller bis Ende Juni 2014 der Fall sein soll.

Amtswehrführer bestätigt

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, wurde bei der Delegiertenversammlung am 28. November der bisherige Amtsinhaber Gerhard Manzke aus Grebin im Amt bestätigt. Er setzte sich mit 27 zu 20 Stimmen gegen den Kandidaten Martin Daniel aus Lebrade durch. Zum Stellvertreter wurde der einzige Bewerber von der FF Nehmten gewählt.

Wolfgang Hartz seit 10 Jahren in der Feuerwehr

Am 1. November 2003 trat Wolfgang Hartz in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Wittmoldt ein. Im Januar 2005 wurde er zum Feuerwehrmann und im Januar 2009 zum Oberfeuerwehrmann befördert. Dann folgte, nach seiner Wahl zum Gemeindewehrführer Ende 2009, eine „steile Karriere“ mit Beförderungen zum Hauptlöschmeister (2010) und Brandmeister und Oberbrandmeister (2011).

Gemeindevertretung beschließt Anschaffung eines neuen TSF-W zum ersten Quartal 2014

In der Gemeindevertretungssitzung am 18. April 2013 stand das Thema Feuerwehr gleich zweimal auf der Tagesordnung. Zunächst wurde die Wahl von Kirstin Thomsen zur stellvertretenden Gemeindewehrführerin durch die Gemeindevertretung einstimmig bestätigt. Sie wurde daraufhin feierlich zur Ehrenbeamtin ernannt und von Bürgermeister Fahrenkrog vereidigt. Herzlichen Glückwunsch.

Weiter ging es in Punkt 12 der Tagesordnung um die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges. Dazu war von Gemeindewehrführer Wolfgang Hartz bereits zu einer nicht-öffentlichen Arbeitssitzung der Gemeindevertretung am 19. März 2013 ein Feuerwehrbedarfsplan erstellt worden, der lt. Bürgermeister „in den meisten Punkten grün“ [gemeint ist technische Austattung, Erreichbarkeit der Ausrückebereiche etc.] zeigt. Lediglich bei der Einsatzstärke, also der Anzahl und Verfügbarkeit von Personal, zeigen die Ampeln rot. Deshalb müsse man nun ein neues Fahrzeug beschaffen. Die „tolle neue Technik“ könne Anreiz sein, in die Feuerwehr einzutreten. Der Gemeindewehrführer führte sogar an, dass man fehlendes Personal (Stichwort Tagesverfügbarkeit) mit neuer Technik kompensieren könne.

Vor der Diskussion um das Leistungsverzeichnis des neuen Löschfahrzeuges schickte der Bürgermeister einen Appell an die Öffentlichkeit, deren Anlass er zwar erwähnte, der für Uneingeweihte aber unverständlich blieb. Das alte Fahrzeug sei nun fast 35 Jahre alt und ein Zusammengehen mit anderen Gemeinden sei zu teuer oder eben einfach nicht möglich. Mit den Worten „Die Gemeinde muss es machen“ verwies er eindringlich auf die gesetzliche Verpflichtung zur Sicherstellung des Brandschutzes. Die schönen Worte verhallten weitgehend ungehört im großen Sitzungssaal des Dörps- und Sprüttenhuses zu Wittmoldt, denn die angesprochene Öffentlichkeit bestand nur aus fünf Personen, davon zwei Mitglieder der Feuerwehr. Diese Situation veranlasste die Gemeindevertreterin Edith Jungmann zu dem Hinweis, sie hätte erwartet, dass mehr Feuerwehrleute zu dieser wichtigen Sitzung erschienen wären. Gemeindewehrführer Wolfgang Hartz konterte, dass von den 16 Aktiven zwei in der Gemeindevertretung wären und drei nicht in Wittmoldt wohnen.

Anschließend stellte er einige Details zu der geplanten Neuanschaffung vor. Das war, anders als der Feuerwehrbedarfsplan, nicht nur für die anwesende Öffentlichkeit, sondern auch für die Gemeindevertreter neu, denn der Entwurf des Leistungsverzeichnis war erst am selben Abend fertig geworden.

Geplant sei also die Anschaffung eines TSF-W auf einem 7,49-Tonnen-Fahrgestell. Das Fahrgestell könne später bis 8,8 Tonnen aufgelastet werden, dann könne auch der volle Inhalt des 800 Liter fassenden Löschwassertanks genutzt werden, bis dahin nur 600 bis 650 Liter. Das Fahrzeug könne auch mit dem sogenannten Feuerwehrführerschein gefahren werden und passe ohne Umbau in die Garage (die Länge des Fahrzeuges betrage voraussichtlich höchstens 6,30 Meter, die Länges des Einstellplatzes 7,00 Meter).

Das erste Los der Ausschreibung betrifft das Fahrgestell, Motor und Reifen. Als Fahrgestell-Lieferant kämen aus Servicegründen wohl nur Mercedes-Benz oder MAN in Frage, für MAN spreche die etwas größere Kabine. Beschafft werden soll ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe und Luftfederung, damit im Einsatz möglichst stressfreies Fahren und bequeme Entnahme der Tragkraftspritze möglich sind. Als Abgasnorm wird Euro 5 angestrebt, da Euro 6 nur durch den Einsatz von Harnstoff-Katalysatoren erreichbar sei. Für das Fahrgestell sind Kosten in Höhe von ca. EUR 46.000 (zzgl. USt.) zu erwarten.

Das zweite Los betrifft den Auf- und Ausbau. Hier sind Kosten von ca. EUR 85.000 (zzgl. USt.) zu erwarten.

Das dritte Los betrifft die feuerwehrtechnische Beladung. Hier stellt die DIN 14530-17 einige Anforderungen für ein TSF-W, die mit der bisherigen Beladung nicht abgedeckt werden können (Beispielbeladeliste der staatlichen Feuerwehrschule Regensburg als PDF). Dazu gehören z. B. insgesamt vier Atemschutzgeräte (statt bisher zwei). Zusätzlich zur nach DIN notwendigen Beladung soll ein mobiler Stromgenerator beschafft werden. Für die Beladung sind Kosten in Höhe von ca. EUR 15.000 (zzgl. USt.) zu erwarten.

Insgesamt betragen die veranschlagten Kosten also inklusive der Umsatzsteuer ca. EUR 174.000. Da damit zu rechnen ist, dass in der Ausschreibung Angebote mit geringeren Kosten abgegeben werden, sollen die zu erwartenden Gesamtkosten von ca. EUR 120.000 wie folgt finanziert werden: Entnahme aus der Gemeinderücklage (aus einem Bestand von EUR 39.000): EUR 31.000, Kreditaufnahme: EUR 69.000, Zuschuss aus der Feuerschutzsteuer: EUR 24.000 (20% der Gesamtkosten).

Hinzu kommt der Aufwand für Umbauten am Gerätehaus. Das betrifft einerseits die Stromzuführung zum Fahrzeug (alle akkubetriebenen Geräte sollen im Fahrzeuginnern aufbewahrt und geladen werden) und andererseits die Abgasabführung durch einen (evtl. unterirdischen) Schlauch. Diese Kosten sind bisher nicht kalkuliert. Wehrführer Hartz verwies darauf, dass man hier mit Eigenleistung der Feuerwehr rechnen könne.

Die Gemeindevertretung beschloss die besprochenen Punkte einstimmig, die Ausschreibung und Beantragung von Fördermitteln soll von der Amtsverwaltung durchgeführt werden. Die Lieferung des neuen Fahrzeuges soll dann im ersten Quartal 2014 erfolgen.

Kirstin Thomsen mit Feuerwehr-Ehrenkreuz ausgezeichnet

Bei der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Plön in Schwentinental am 15. März 2013 wurde unsere stellvertretende Wehrführerin Kirstin Thomsen mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Kirstin Thomsen ist seit 2001 stellvertretende Gemeindewehrführerin und wurde in der Jahreshauptversammlung am 11. Januar 2013 einstimmig wiedergewählt. Sie war die erste Brandmeisterin und (stellvertretende) Wehrführerin im Kreis Plön.

220px-Feuerwehr-Ehrenzeichen_Schleswig-HolsteinDas schleswig-holsteinische Feuerwehr-Ehrenkreuz (nicht zu verwechseln mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen) gibt es seit 1998. Es wird für besondere Dienste im Feuerwehrwesen verliehen. Die Abbildung links stammt aus dem Wikipedia-Artikel „Schleswig-Holsteinisches Feuerwehr-Ehrenkreuz“.

Kirstin Thomsen ist das bislang einzige  Mitglied unserer Wehr, das mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz ausgezeichnet wurde. Ebenfalls am 15. März erhielt unser Amtswehrführer Gerhard Manzke (Schönweide) das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Auch dazu herzlichen Glückwunsch!